Von Birgit Hohberg, 8. März 2010, 11:04 Uhr

am vergangenen Donnerstag, den 4. März, wurde der Solinger Bürgerhaushalt gestartet. Unter der Adresse „www.solingen-spart.de“ können die Bürgerinnen und Bürger der Stadt nun bis zum
25. März 78 Sparvorschläge des Solinger Haushaltssicherungskonzeptes diskutieren und bewerten. Im Gegensatz zu anderen Bürgerhaushalten wie zum Beispiel in Köln, Hamburg oder Freiburg geht es in Solingen allerdings ausschließlich um Sparmaßnahmen.

So muss die Stadt laut eigener Auskunft bis zum Jahre 2013 das jährliche Defizit um rund 45 Millionen Euro senken, um die Selbstverwaltung zu erhalten. Sollte dieses Vorhaben nicht gelingen, wird “die Bezirksregierung in Abstimmung mit dem Innenministerium voraussichtlich einen sogenannten “Staatskommissar” einsetzen, der an Stelle des Rates und des Oberbürgermeisters von Düsseldorf aus die wesentlichen Entscheidungen für Solingen trifft”.

Angesichts dieser dramatischen Perspektive hat die Verwaltung den Bürgerinnen und Bürgern nun 78 konkrete Sparvorschläge vorgelegt, die online kommentiert und bewertet werden können. Bislang liegt das von allen Teilnehmern erreichte Sparziel, das sich aus den Vorschlägen mit mehr Pro- als Contra-Bewertungen errechnet, jedoch erst bei knapp 33 Millionen Euro.

Weitere Informationen unter: http://www.solingen-spart.de

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Von Maren Luebcke, 26. Januar 2010, 12:50 Uhr

Am 14. Januar machte die Meldung die Runde, dass 15 Jahre nach der ersten Expertenkommission zum Thema „Weg Deutschlands in die Informationsgesellschaft“ die Bundesregierung den Einsatz einer neuen Enquete Kommission zum Thema „Internet und digitale Gesellschaft“ beantragen will.

Wie heise berichtet wird das Internet in diesem Antrag prinzipiell als “das freiheitlichste und effizienteste Informations- und Kommunikationsforum der Welt” angesehen, das “maßgeblich zur Entwicklung einer globalen Gemeinschaft beiträgt” und dessen Wert als freiheitliches Medium und öffentliches Gut erhalten bleibe müsse.

Von den Grünen kommt der Vorschlag, durch Methoden der E-Partizipation die Debatte über den Kreis der Abgeordneten und Sachverständigen hinaus zu erweitern, und möglichst vielen Interessierten, eine Teilnahme an der Diskussion zu ermöglichen.

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Von Birgit Hohberg, 7. Januar 2010, 12:16 Uhr

Seit Januar 2010 können sich die Bonner Bürgerinnen und Bürger über die Kommunikationsplattform „direktzu Jürgen Nimptsch“ mit Fragen an ihren Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch richten. Sie selbst entscheiden per Bewertung, welche Fragen der Oberbürgermeister tatsächlich beantwortet. Die Fragen können in unterschiedlichen Formaten, wie zum Beispiel Texten, Videos oder Audiodateien, eingereicht werden und die Fragen, die innerhalb von 14 Tagen durch die Nutzer am besten bewertet werden, beantwortet der OB Jürgen Nimptsch direkt auf der Plattform.

Diese Form des Dialogs mit den Bürgerinnen und Bürgern nutzen derzeit auch die folgenden Politikerinnen und Politiker: Vollständigen Artikel lesen »

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Von Birgit Hohberg, 16. Dezember 2009, 11:45 Uhr

gestern wurden auf buergerhaushalt.org die ersten Zwischenergebnisse des aktuellen Kölner Bürgerhaushalts veröffentlicht. Die Stadt Köln führt damit nach 2008 bereits zum zweiten Mal einen öffentlichen Bürgerhaushalt durch, der jeweils auf bestimmte Haushaltsbereiche fokussiert ist. In diesem Fall ging es um die Themen „Schule/Bildung“ und „Umweltschutz“, für die ein Budget von insgesamt etwa 257 Millionen Euro zur Verfügung steht. Vollständigen Artikel lesen »

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Von Maren Luebcke, 16. Dezember 2009, 11:11 Uhr

Die Stadt Schwerin hat Ende November ihr Diskussion zum Leitbild 2020 mit einer Abschlussveranstaltung beendet.  „Ziel des Leitbildes ist es, den Bürgerinnen und Bürgern, der Politik und  der Verwaltung eine langfristige Orientierung für die Entwicklung der Landeshauptstadt zu geben. Dazu wollen wir die Visionen für die Stadtentwicklung bis zum Jahr 2020 in wenigen, griffigen Überschriften und prägnanten Aussagen vermitteln“, so Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow. Inhaltlich wird auf die hohe Lebensqualität Bezug genommen, sowie der Tourismus als wichtigstes wirtschaftliches Standbein hervorgehoben. Auch will sich Schwerin in diesem Leitbild als Kulturhauptstadt präsentieren und die Entwicklung zu einer umweltbewussten und modernen Stadt anstoßen. Die Diskussion zum Leitbild wurde über vier öffentliche Veranstaltungen hinweg geführt und durch eine Online Umfrage begleitet. Die genaueren Ergebnisse zur Online-Umfrage stehen als pdf zur Verfügung.

Und da die Vorweihnachtszeit ja der Besinnung dient, erinnern wir uns an den Anfang von DEMOS und der Diskussion zum Leitbild „Metropole Hamburg - Wachsende Stadt“.

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Von Birgit Hohberg, 7. Dezember 2009, 15:18 Uhr

Am Samstag, den 5.12., demonstrierten in Rom laut Aussage der Veranstalter an die 350.000 Menschen gegen den konservativen Regierungschef Silvio Berlusconi. Unter dem Motto “No Berlusconi Day” war diese Veranstaltung von einer Bloggergemeinschaft seit Oktober unter anderem über den Weblog www.noberlusconiday.org und die Facebookfanseite www.facebook.com/no.berlusconi.day in der Netzwelt bekanntgemacht worden. Mit über 369.000 Fans hat die Seite inzwischen eine beachtliche Fangemeinde gewonnen.

Doch nicht nur im virtuellen Raum konnte die Initiatoren Erfolge erzielen: zu der für den 5.12. angekündigten Demonstration kamen die Italienerinnen und Italiener mit diversen Sonderzügen und hunderten von Bussen aus dem ganzen Land angereist, um der Kritik an Silvio Berlusconis Nachdruck zu verleihen. So sprechen die Veranstalter von ca. 350.000 Teilnehmenden, andere wie spiegel-online nennen mindestens 90.000 Demonstranten. Wie tagesschau.de berichtete, fanden darüber hinaus parallel auch in weiteren ca. 45 Städten der Welt Protestkundgebungen statt.

Unter Hervorhebung der Farbe Lila machten die Demonstranten ihre politische Unabhängigkeit deutlich, da diese Farbe in Italien politisch nicht einzuordnen ist. Dennoch schlossen sich der Demonstration laut spiegel-online auch Gewerkschaften, die Anti-Korruptionspartei “Italien der Werte” und die kommunistische Partei an.

Quelle: pep-net.eu, tagesschau.de, www.spiegel-online.de

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Von Birgit Hohberg, 7. Dezember 2009, 11:38 Uhr

BIENE Awardam letzten Freitag (4.12.) wurden die Preisträger des diesjährigen BIENE-Wettbewerbs bekanntgegeben. Der Preis wird seit 2003 von der Aktion Mensch und der Stiftung Digitale Chancen für die besten barrierefreien deutschsprachigen Webangebote vergeben. BIENE steht dabei für “Barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten”. Im Rahmen des BIENE-Wettbewerbs werden Preise in Gold, Silber und Bronze an die prämierten Seiten unterschiedlicher inhaltlicher Kategorien erteilt, darüber hinaus vergeben die Veranstalter auch Sonderpreise, zum Beispiel für Webentwickler in der Ausbildung oder Studium sowie Förderpreise für Betreiber nicht kommerzieller Webangebote von öffentlichem Interesse.

Infolge der gestiegenen Anforderungen des Wettbewerbs, technisch, gestalterisch als auch inhaltlich überzeugen zu müssen, wurde diesem Jahr jedoch nur eine Gold-BIENE vergeben. Sie ging an die Webseite des Warenhauses Manufactum in der Kategorie Einkaufs- und Transaktionsangebote. Eine silberne BIENE gewannen das Online-Banking- Angebot der Credit Suisse, die Datenbank Mobidat - Barrierefrei leben in Berlin, die Recherche- und Serviceangebote Portal bund.de - Verwaltung Online, Weisse Liste und Südwestrundfunk sowie das Informations- und Kommunikationsangebot der Stadtbibliothek Berlin Marzahn-Hellersdorf.

Unter den Preisträgern einer bronzenen BIENE befinden sich zum Beispiel die Webseiten der deutschen Post DHL und des Hamburger Verkehrsverbunds, das Online-Angebot der ZEIT sowie die Gemeinschafts- und Interaktionsangebote Bürgerhaushalt der Stadt Trier und Tauschen ohne Geld. Die Stadt Bonn erhielt für ihren Gebärdensprachservice, bei dem hörgeschädigte und gehörlose Menschen ihre Anfragen per Video in Deutscher Gebärdensprache (DGS) an die Stadtverwaltung richten können, einen Sonderpreis. Vollständigen Artikel lesen »

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Von Birgit Hohberg, 3. Dezember 2009, 17:37 Uhr

Am kommenden Montag, den 7.12., startet in Kopenhagen die 15. UN-Klimakonferenz der Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen, die zugleich das fünfte Treffen im Rahmen des Kyoto-Protokolls darstellt. Entsprechend der Bali Roadmap von 2007 steht die Verabschiedung eines neuen Klimaschutz-Abkommens auf dem Plan.
An der aktuellen Weltklimakonferenz sollen diesmal jedoch nicht nur Staatsvertreter teilnehmen. Das Gastgeberland Dänemark möchte über die Nutzung vieler verschiedener interaktiver Kommunikationskanäle die Weltöffentlichkeit in die Deabtte miteinbeziehen und darüber zu einem wachsenden globalen Bewußtsein für den Klimawandels beitragen.

So bietet die offizielle Website www.cop15.dk die Möglichkeit, Pressekonferenzen, Verhandlungen und weitere Veranstaltungen online abzurufen. Daneben liefern die beiden Blogs “Climate Thinkers Blog” und “Behind the Scenes Blog” Artikel von internationalen Klimaexperten sowie Einblicke hinter die Kulissen der Konferenz. Zudem wurden noch zusätzliche Kanäle der Neuen Medien eingerichtet, über die interessierte Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen und diskutieren können, zum Beispiel über die eigens eingerichteten Seiten bei Facebook, „Raise Your Voice“ - COP15 auf YouTube und Twitter.

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Von Birgit Hohberg, 20. November 2009, 12:09 Uhr

award11.gifAuf der 5. eGovernment Ministerial Konferenz, die vom 19. bis 20. November in schwedischen Malmö stattfindet, wurden jetzt die Gewinner der “2009 European eGovernment Awards” bekanntgegeben. Die eGovernment-Preisverleihung ist eine Initiative der Europäischen Kommission, die seit 2003 alle zwei Jahre im Zusammenhang mit hochrangigen EU eGovernment Konferenzen durchgeführt wird. Sie zielt darauf ab, die Implementierung europäischer eGovernment Politik und Strategien durch die Bekanntmachung von und den Austausch über Best Practice-Beispiele von IT-Lösungsansätzen für die öffentliche Verwaltung zu unterstützen und voranzubringen.
Die ausgewählten Projekte der diesjährigen Preisverleihung wurden für ihren innovativen Beitrag zur Effizienzsteigerung öffentlicher Einrichtungen mithilfe digitaler Medien ausgezeichnet. Insgesamt konkurrierten 52 Finalisten aus 17 europäischen Ländern um den Preis. Vollständigen Artikel lesen »

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Von Birgit Hohberg, 17. November 2009, 16:19 Uhr

paragraph3.jpgwie die Pressestelle des Bundesgerichtshofs mitteilt, hat der u.a. für das Urheberrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs entschieden, dass Betreiber einer Onlineplattform unter bestimmten Umständen doch für die von Nutzern generierten Inhalte haften können. Erneut geht es um die Verwendung von Fotos der Internetseite www.marions-kochbuch.de, deren Betreiber in Folge ihrer gehäuften Abmahnungen hier bereits mehrfach Erwähnung fanden. In diesem Fall waren die vom Kläger angefertigten Fotos ohne dessen Erlaubnis zusammen mit Rezepten von Nutzern auf der Onlineplattform www.chefkoch.de veröffentlicht worden. Die Plattform bietet kostenfrei abrufbare Rezept an, die von Nutzern eingestellt werden.

In erster Instanz hatte der Kläger den Betreibern von der Rezepteplattform mittels einer Klage vor dem Landgericht und dem Oberlandesgericht erfolgreich verbieten lassen, bestimmte von ihm erstellte und unter www.marions-kochbuch.de abrufbare Fotografien ohne seine Erlaubnis auf der Internetseite www.chefkoch.de öffentlich zugänglich zu machen, und die Beklagten darüber hinaus auf Schadensersetz verklagt. Die Betreiber von www.chefkoch.de waren daraufhin in Revision gegangen, die der Bundesgerichtshof mit seinem Urteil vom 12.11.2009 (I ZR 166/07) nun mit folgender Begründung zurückgewiesen hat:

Die Bereitstellung der urheberrechtlich geschützten Fotos des Klägers zum Abruf unter der Internetadresse www.chefkoch.de verletze dessen ausschließliches Recht auf öffentliche Zugänglichmachung (§ 15 Abs. 2 Nr. 2, § 19a UrhG). Der Rechtsverletzung stehe nicht entgegen, dass die Fotos bereits zuvor auf der Internetseite des Klägers allgemein abrufbar gewesen seien. Die Haftung der Beklagten werde auch nicht dadurch beschränkt, dass Diensteanbieter im Falle der Durchleitung und Speicherung fremder Informationen für Rechtsverletzungen nur eingeschränkt haften (vgl. §§ 8 bis 10 TMG). Denn die Beklagte habe sich die von ihren Nutzern hochgeladenen Inhalte zu eigen gemacht. Für diese Inhalte müsse sie daher wie für eigene Inhalte einstehen.

Nach Ansicht des BGH betreibt die Beklagte nicht lediglich eine Auktionsplattform oder einen elektronischen Marktplatz für fremde Angebote. Sie habe vielmehr nach außen sichtbar die inhaltliche Verantwortung für die auf ihrer Internetseite veröffentlichten Rezepte und Abbildungen übernommen. Die Beklagte kontrolliere die auf ihrer Plattform erscheinenden Rezepte inhaltlich und weise ihre Nutzer auf diese Kontrolle hin. Nicht zuletzt kennzeichne die Beklagte die Rezepte mit ihrem Emblem, einer Kochmütze. Der Verfasser des Rezepts erscheine lediglich als Aliasname und ohne jede Hervorhebung unter der Zutatenliste. Zudem verlange die Beklagte das Einverständnis ihrer Nutzer, dass sie alle zur Verfügung gestellten Rezepte und Bilder beliebig vervielfältigen und an Dritte weitergeben darf.

Der Bundesgerichtshof hat dem Kläger auch Schadensersatz zugesprochen. Die Beklagte habe nicht ausreichend geprüft, wem die Rechte an den auf ihrer Plattform erschienenen Fotos zustünden. Der Hinweis in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen, dass auf ihre Plattform keine urheberrechtsverletzenden Inhalte geladen werden dürften, reiche insoweit nicht aus.

Somit unterscheidet der Bundesgerichtshof zwischen verschiedenen Plattformtypen: zum einen gäbe es Auktionsplattformen oder elektronische Marktplätze für offensichtlich fremde Angebote, während andere - wie www.chefkoch.de - die von ihren Nutzern veröffentlichten Inhalte nach außen hin sichtbar und verantwortlich übernähmen, kontrollierten und somit auch redaktionell bearbeiteten - sich diese letztlich “zu Eigen” machten. Letztere könnten nach Ansicht des Bundesgerichtshof demnach für Urheberverletzungen ihrer Nutzer haftbar gemacht werden.

Wie simoncolumbus auf netzpolitik.org dazu zu Recht anmerkte, dürfte die Einteilung der Plattformen in die eine oder andere Kategorie somit zukünftig sehr von der subjektiven Einschätzung der zuständigen Richter abhängig sein.

Quelle: http://juris.bundesgerichtshof.de

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