Mobile Plattformen werden bei der Internetnutzung immer wichtiger. Von unterschiedlichen Seiten wird sogar argumentiert, dass Smart-Phones und andere mobile Geräte bereits wichtiger sind als klassische Computer. Im Zuge dieser Entwicklung haben sogenannte Mobile-Apps eine prominente Stellung eingenommen, kleine Programme und Anwendungen, die auf den neuen Smart-Phones laufen. Klar ist: Apps sind wichtig, aber ihre Entwicklung ist aufwendig und verlangt sehr spezielle Fähigkeiten.
Google versucht die Entwicklung von Apps einfacher zu machen, indem es App Inventor zur Verfügung stellt. Diese Software erlaubt es Apps für Telefone mit Android mit Hilfe eines drag-and-drop Interfaces zu erstellen, wie das unten stehende Video zeigt. Meine ersten Versuche mit App Inventor haben gezeigt, dass die Möglichkeiten, die sich hier erschließen, weit über das was im Video gezeigt wird, hinaus gehen.
Da es sich hier um einen ePartizipations-Weblog handelt möchte ich zwei mögliche Anwendungsfelder für App Inventor in diesem Bereich vorstellen:
1. Erste Schritte im Feld der mobilen Partizipation: Der Druck auf Verwaltungen und Lösungsanbieter, auch mobile Versionen ihrer Beteiligungswerkzeuge anzubieten, wächst mit dem Erfolg von Smart-Phones ständig. Auf der anderen Seite ist die Hürde zum Einstieg in dieses Feld relativ hoch. Eine Software, wie App Inventor erlaubt bereits bestehende ePartizipations-Werkzeuge mit angemessenem Aufwand als mobile Apps zur Verfügung zu stellen. Dies kann als Lernprozess gesehen werden, der spätere Entwicklungen auf anderen Plattformen (zum Beispiel dem iPhone) erleichtert. Ein Hinweis an dieser Stelle: App Inventor generiert echte Apps, die voll genutzt werden können, aber es wird kein lesbarer Quelltext ausgeben. Daher ist es nicht möglich den entstehen Quelltext von Hand nachzubearbeiten (App Inventor basiert auf der OpenBlocks Java Library).
2. Kollaborative Softwareentwicklung: In vielen Projekten müssen spätere Nutzer in die Entwicklung von Softwarelösungen eingebunden werden. Dieser Prozess, der in manchen Fällen auch als Living Lab betrieben wird, kann sehr schwierig und aufwendig sein. In manchen Fällen wird versucht mit Mock-Ups, also nicht funktionalen Versionen einer Lösung, und textlichen Beschreibungen eine Diskussion mit den späteren Nutzern zu führen. App Inventor (und auch OpenBlocks im Allgemeinen) könnte dafür verwendet werden, einen echten kollaborativen Prozess durchzuführen, bei dem Nutzer, Designer und Entwickler direkt an Entwürfen und bestehenden Lösungen zusammenarbeiten.
Natürlich handelt es sich bei den oben genannten Punkten nur um erste Ideen. Über weitere im Kommentarbereich würde ich mich freuen.



Das klingt ja sehr spannend..vielen Dank für den kurzen Überblick!