Vom 14.11.2007 bis zum 19.2.2008 haben viele Hamburger über das geplante Projekt Living Bridge von Hadi Teherani im Internet diskutiert. Jetzt steht der Abschlussbeticht zum Bürgerdialog zum download (2,6 MB) bereit.

In der Internetdiskussion, aber auch auf den begleitenden Veranstaltungen ist es gelungen, eine inhaltlich anspruchsvolle Debatte über die Vor- und Nachteile der geplanten Brücke zu initiieren, die von den Medien sehr intensiv begleitet worden ist. An dieser Debatte haben sich Bürger, Experten und politische Entscheidungsträger aktiv beteiligt und so einen Meinungsbildungsprozess angestoßen, der zum Zeitpunkt der Berichtslegung nicht abgeschlossen war.
Nahezu alle relevanten thematischen Aspekte und Argumente für und gegen das Projekt sind vorgebracht und ausformuliert worden. Darauf hat sich die Diskussion aber keineswegs beschränkt. Thematisiert wurde auch die Rolle Hamburgs im Wettbewerb internationaler Metropolen, der Beitrag von Architektur zum Hamburgischen Selbstverständnis, die Ambivalenz von Tradition und Modernität in der Stadtentwicklung sowie Fragen der Bürgerbeteiligung an wichtigen städtebaulichen Projekten.
Das inhaltliche Ergebnis der Diskussion ist uneinheitlich, die Trennung zwischen Befürwortern und Gegnern des Projektes scheint quer durch alle Bevölkerungsgruppen und politischen Lager zu verlaufen.
So gibt es gegenwärtig auch noch keine endgültige Entscheidung über die Realisierung der Living Bridge. Im Koalitionsvertrag heißt es dazu: “Es besteht Einvernehmen, dass der Kleine Grasbrook, sobald es möglich ist, aus dem Hafenentwicklungsplan entlassen wird. Für die Elbquerung oder eine etwaige ‚Living Bridge’ soll es einen Planungsprozess und einen Investorenwettbewerb geben, um Architektur und Finanzierung zu verbinden”.
Sobald uns neue Informationen vorliegen, werden wir an dieser Stelle darüber berichten.
Update: Aktuelle Presselinks zum Thema:
bild.de: Klaut die Stadt den Erfindern die Wohnbrücke?
Spiegel Online: “Würfelhusten am Wasser”


