Creative Commons – Copyright for good people

Computertechnologie und die damit verbundene Möglichkeit unendlich viele perfekte Kopien von geistigen Werken, wie Musik, Bildern etc. zu machen macht es notwendig, dass es eine Form des Schutzes des Urhebers dieses geistigen Werkes gibt. Über diese grundsätzliche Annahme zu diskutieren ist zwar spannend, versperrt aber auch den Blick auf die Realität in der heutigen Medienwelt.

Das Urheberrecht in Deutschland und auch den USA erlaubt eigentlich nur zwei Formen von Rechten, die ein Künstler oder in irgendeiner Form kreativ tätiger Mensch an seinen Werk haben kann: Entweder alle Rechte gehören ihm oder ihr oder gar keine. Alle Rechte heißt hierbei: Der Künstler kann mit seinem Werk Geld verdienen und erstickt, durch die engen Regeln, jede Form von weiterführender Kreativität, wie Mashups, die Verwendung von Musik für Videos oder auch nur das Zeigen eines Bildes in einem Klassenraum. Keine Rechte wiederum bedeutet: Das Werk kann kostenlos verteilt und verändert werden ohne das der Urheber mitzureden hat.

Aber es gibt auch eine Alternative für diese reine Schwarz / Weiß-Lösung, nämlich „Creative Commons“. Diese Organisation hat ein Rechtesystem entwickelt, dass es ermöglicht einen Mittelweg zwischen den beiden beschriebenen Polen zu gehen. Zum Glück gibt es eine, eigentlich für das OLPC-Projekt gemachte, Präsentation, die erklärt, was das Prinzip von „Creative Commons“ ist und wie das Ganze dann praktisch funktioniert, so dass ich das nicht machen muss. Die Vorteile dieser Idee liegen auf der Hand: Die Urheber behalten die Kontrolle, haben aber die Möglichkeit diese dosiert einzusetzen. Ein weiterer Vorteil ist, dass „Creative Commons“ so etabliert ist, dass es (übrigens im Gegensatz zu vielen Urheberrechten aus unterschiedlichen Ländern) international anerkannt ist.

Zu den Benutzern gehören nicht nur Bekannte Personen wie Cory Doctorow, sondern auch wichtige Projekte wie die Wikipedia. Übrigens sind auch die User-generierten Hörbücher von Librivox, über die wir hier schon geschrieben haben unter einer CC-Lizenz veröffentlicht.

Also wenn einer von Ihnen demnächst irgendein Werk (ob Kunst, Wissenschaft oder wie auch immer) veröffentlicht, überlegen Sie sich doch einmal, ob eine CC-Lizenz nicht die richtige Lösung dafür wäre.

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