Von Bengt Feil, 15. Januar 2009, 11:00 Uhr

Das zumindest ist das Ergebnis eines Berichts der Internet Safety Technical Task Force zum Thema Verbesserung von Kinder-Sicherheit und Online Technologien. Spiegel Online fasst die Ergebnisse und die ersten Reaktionen auf diese gut zusammen:

Die Antworten der Studie schmecken weder manchen der Auftraggeber, noch dem nach Sensationen lüsternden Teil der Presse: In Wahrheit, konstatiert das 278-Seiten-Papier, sei das Problem gar nicht so groß wie immer wieder behauptet wird. Es werde auch in den Medien aufgeblasen. Und die Möglichkeiten, mit technischen Mitteln - womit neben Altersverifikationssystemen und Filtern auch Regeln und Verbote gemeint sind - gegen das vorzugehen, was man tatsächlich finde, seien sehr begrenzt. Einige der Auftraggeber sind nun unzufrieden und erklärten bereits, sie seien mit den Ergebnissen der Studie nicht einverstanden.

Genauer genommen finden sich in dem Bericht zwei sehr interessante Punkte: Erstens ist das Problem von sexueller Belästigung etc. von Kindern und Jugendlichen durch Erwachsene im Internet nicht höher als im Offline-Leben auch und zweitens ist das eigentliche Problem das Mobbing von Kinder und Jugendlichen untereinander – dies scheint im Netz etwas starker ausgeprägt zu sein als in der Offline-Welt. 

Diese Ergebnisse sind aus meiner Sicht nicht sonderlich überraschend. Das Internet ist kein vom „wirklichen“ Leben getrennter Raum mehr, sondern für viele Menschen ein integrativer Bestandteil. Dies gilt gerade für Kinder und Jugendliche. Daher ist klar, dass sich das negative Verhalten im Netz nicht stark vom negativen Offline-Verhalten unterscheidet. Allerdings sollten die Ergebnisse eines solchen Berichts Anlass dazu geben, ob nicht Netiquette, also das soziale Verhalten im Internet, seinen Weg in die Lehrpläne finden sollte.

 

Der komplette Bericht ist hier nachzulesen.

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Bisher 1 Kommentar zum Artikel

  1. Kommentar von Heike

    Ich habe selbst Kinder. Und die sind gerade auch in einem schwierigen Alter. Sie möchten mehr Zeit mit ihren Freunden verbringen, länger aufbleiben und auch länger Ausgang haben, aber sie möchten auch mehr Möglichkeiten haben den PC zu nutzen. Ich muss sagen, dass es inzwischen schon sehr viele Vorrichtungen und Sicherheitsmaßnahmen gibt, die meine Kinder vor der Internetwelt schützen. Das ist auch gut so. Darum habe ich persönlich keine Bedenken, wenn sich meine Kinder im Internet rumtreiben. Ist auch nicht gefährlich, wie wenn ich sie draußen Fußballspielen lasse.

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