Von Bengt Feil, 26. März 2008, 12:58 Uhr

Vom 22. Januar bis zum 16. März 2008 hatten die Besucher und Unterstützer des Helmsmuseums in Hamburg-Harburg die Möglichkeit, die neue Ausstellung zur Harburger Stadtgeschichte gemeinsam mit dem Museum zu planen. Zu den allgemeinen Implikationen und Vorteilen, die sich aus einer solchen Art der Beteiligung für ein Museum ergeben, haben wir hier schon einiges gesagt, so dass nun Bilanz zu diesem konkreten Beispiel gezogen werden soll.

Im Laufe der lebhaften Diskussion entwickelten die teilnehmenden Personen eine Reihe von konkreten Vorschlägen zur Gestaltung der Ausstellung und der generellen Entwicklung des Museums. Darüber hinaus fand ein Austausch über die grundlegende Frage der Rolle Harburgs als Teil der Metropole Hamburg statt. Eine Diskussion, die auch beim Onlinediskurs zur Living Bridge eine wichtige Rolle spielte.

Die Bindung der Besucher an „ihr“ Museum scheint durch den Onlinediskurs gestärkt und in einigen Fällen vielleicht auch geschaffen worden zu sein. Hierbei hat sicherlich auch die Livediskussion mit Prof. Weiss, dem Direktor des Helmsmuseums, beigetragen. Es verwundert also nicht, dass die Besucher sich wünschen, dass der Dialogprozess fortgeführt wird.

Das Helmsmuseum hat mit diesem Onlinediskurs gezeigt, dass E-Partizipation auch für Museen eine interessante Option ist, um weiterhin erfolgreich Arbeiten zu können. Für uns hat sich wieder gezeigt, dass der DEMOS Ansatz methodisch und technisch unabhängig vom Einsatzgebiet funktioniert.

Zusammenfassend sollte einer der Teilnehmer sprechen:

“Das Forum war/ist meiner Meinung nach eine gute Idee und hat seinen Zweck wohl auch im Grossen und Ganzen erfüllt. Mir persönlich hat es Spass gemacht, mir einmal Gedanken darüber zu machen, wie ich “Mein” “Harburg-Museum” gern hätte. Die Bürger/Museumsbesucher zur Teilnahme an der Diskussion über die Gestaltung der Ausstellung einzuladen ist ein positiver Schritt und entspricht meiner Meinung nach auch dem Geiste des Helms Museums, welches ja ursprünglich aufgrund privater Initiative von Harburger Bürgern gegründet wurde.

Das das Forum geschlossen wird ist dennoch schade, es wäre aus meiner Sicht schon schön, wenn sich über längere Zeit hier eine “Community” bilden würde, die STÄNDIG Feedbacks zu Ausstellungen und allgemeinen Themen geben könnte.”

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  1. Kommentar von Rolf Lührs

    Artikel in den Harburger Anzeigen & Nachrichten

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