Heutzutage Werbung zu machen ist sicherlich nicht einfach. Alle Welt redet darüber, dass klassische Werbung ihre Wirkung verliert und dass sich die Konsumenten im Internet darüber informiert, wie gut oder schlecht ein Produkt ist. Was nun macht das geneigte Unternehmen um aus dieser Misere herauszukommen? Na klar: Social Networks sind ja bekanntlich die Lösung für jedes Problem auf dieser Welt (zumindest, wenn man Scoble glauben darf), also wird Facebooks neue Werbeform „Beacon“ wohl die richtige Antwort sein.
Werbung auf Social Networks scheint zukunftsträchtig zu sein, aber wie genau funktioniert Beacon? Also: Wenn ein Facebook-User etwas auf einer Webseite kauft, die an dem Beacon-Programm teilnimmt, dann hat der User die Möglichkeit seinem gesamten Netzwerk mit nur einem Klick mitzuteilen, was er oder sie gerade gekauft hat.
An dieser Stelle kann man die Frage stellen, ob es einem User überhaupt zugemutet werden kann, zu entscheiden, ob er oder sie sich zu einem Werber für ein Unternehmen machen lassen will, oder ob das schon an sich eine zu große Belästigung ist. Nun eigentlich sollte ein User die Möglichkeit haben einmal „nein“ zu sagen und damit hat sich das Thema erledigt, genau das scheint aber bei Beacon nicht der Fall zu sein – es gibt also keinen globalen Opt-Out. Damit verbunden ist die Frage, wie viele Informationen sammelt Facebook über die Aktivitäten von Usern auf anderen Webseiten?
Aus meiner Sicht stellt Beacon als Idee und in der Art und Weise seiner Umsetzung eine Gefahr für die Privatssphäre der Facebook-User dar. Die Geschichte ist ein weiteres Beispiel, dafür, dass wir als User uns auch selbst mehr um die Sicherung unserer Daten und damit unserer Privatssphäre kümmern müssen.
Die Diskussion über Beacon ist im Web im vollen Gange und wird sicherlich noch etwas anhalten. Es wird interessant sein zu sehen, ob Facebook hier noch nachbessert – vor allem da es im Entwurf wohl einen globalen Opt-Out gab. Facebook selbst sollte sich Fragen, ob dieser „lockere“ Umgang mit den privaten Daten der User auf lange sicht „good business“ sein kann.
PS: Wer den FireFox benutzt kann Beacon übrigens relativ einfach blocken.
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