Axel Tiedemann kommentiert im Hamburger Abendblatt das geplante Internetforum zur Living Bridge:
Die Idee mit dem Internet-Forum zur Living Bridge hat für den Senat mehr Charme, als man zunächst vermuten könnte. Sollte es zu einer breiten Ablehnung kommen, hat er beste Argumente, das Projekt elegant zu begraben. Selbst wenn es in der Vergangenheit meist sehr positive Signale dazu aus dem Rathaus gegeben hatte – der Bürgerwille ließe sich eben nicht ignorieren. Sollte es aber viel Beifall für eine solche Wohnbrücke in Hamburg geben – dann kann sich der Senat mit einem weiteren Leuchtturmprojekt schmücken. So oder so – ein Fiasko wie bei der ursprünglich geplanten Domplatz-Bebauung bleibt ihm auf jeden Fall erspart. Was lernt man daraus? Es ist offensichtlich doch gar nicht dumm, den Bürger bei wichtigen Fragen mitreden zu lassen. Dieser neue Stil von Stadtentwicklungssenator Axel Gedaschko nimmt da viel Dampf aus sonst oft erbittert geführten Diskussionen. Ein Beispiel, das Schule machen sollte.


