Soll in Hamburg eine Living Bridge gebaut werden? Und sollte diese so aussehen, wie von dem Investor Dieter Becken und dem Archtiketen Hadi Therani vorgeschlagen?
Der Hamburger Senat legt sich diesbezüglich noch nicht fest und plant, diese Idee mit den Bürgern auf Veranstaltungen und im Internet zu diskutieren. “Es gibt keinen Zeitdruck, und für ein solches herausragendes Projekt brauchen wir einen breiten Konsens in der Stadt”, wird Stadtentwicklungssenator Axel Gedaschko (CDU) im Hamburger Abendblatt zitiert.
In einer Presseerklärung der GAL-Bürgerschaftsfraktion äußert sich deren stadtentwicklungspolitischer Sprecher Claudius Lieven kritisch dazu: “Wir wollen dort eine belebte Brücke, aber eine Brücke, die sich in das Stadtbild einfügt und den Sprung über die Elbe voranbringt, nicht ein derart egozentrisches Projekt”. Den geplanten Bürgerdialog begrüßt Lieven dagegen.
Zur Vorgeschichte: Die Idee, in Hamburg belebte und bewohnbare Brücken zu realisieren wurde unter dem Titel “Wohn- und Eventbrücken” erstmals 2002 im Rahmen der DEMOS-Diskussion zum Leitbild Wachsende Stadt entwickelt. Die Idee wurde anschließend von ein Jury ausgezeichnet und zur Umsetzung empfohlen. Etwa zwei Jahre später präsentierten Becken und Therani dann mit der Living Bridge einen konkreten Umsetzungsvorschlag.




Ob die Menschen, die diese “Living Bridge” hochjubeln, ihren ersten Wohnsitz dort hin verlegen würden?
Hamburg sollte das Für und Wider der unabhängigen Experten in eine Broschüre drucken, und einen Volksentscheid zur geplanten Wohn-und Eventbrücke veranstalten.