Scribd wandelt kostenlos Gedrucktes in digitale Dokumente um

Der Scribd Service ist quasi eine Art Youtube für Dokumente. User haben die Möglichkeit Texte aller Art online zu stellen und diese den Besuchern der Webseite zugänglich zu machen. Dabei stehen die „üblichen“ Web2.0 Features, wie das Einbetten von Dokumenten in andere Webseiten oder Community-Funktionen, zur Verfügung. Zusätzlich wartet Scribd mit einem modernen Interface und interessanten Features, wie dem Vorlesen von Texten auf. Für das Management der Dokumentenrechte nutzt Scribd übrigens Creative Commons. Alles in allem also ein interessanter Service.

Vor kurzem hat Scribd einen, meiner Meinung nach guten Vorstoß gemacht. Nutzer können gedrucktes Material an Scribd schicken und die Firma wandelt es kostenlos in digitale Dokumente um, die dann auf der Plattform zu finden sind. Das Ganze funktioniert sogar für gebundene Bücher. Hiermit eröffnen sich eine Reihe von Möglichkeiten, so könnten zum Beispiel wissenschaftliche Arbeiten und Dokumente, die vor dem „digitalen Zeitalter“ verfasst, oder einfach nicht konsequent digital gespeichert wurden, einer allen Internetnutzern zur Verfügung gestellt werden. Gerade historische Dokumente, beispielsweise aus dem Bereich der Altagsgeschichte (Briefe etc.), könnten online gebracht und Interessierten zur Verfügung gestellt werden.

Auch Google unterhält mit Google Book Search ein Projekt, um Dokumente und Bücher online verfügbar zu machen. Zwar stellen sich an dieser Stelle auch Urheberrechtsfragen, aber viele ältere Werke und Dokumente sind bereits Teil der Public Domain – aber eben nicht digitalisiert. Insofern halte ich den Vorstoß von Scribd im speziellen und die grundsätzliche Idee, Gedrucktes zu digitalisieren und damit verfügbar und verarbeitbar zu machen, für sehr positiv.

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