Für alle die es (noch nicht) kennen: Twitter ist ein Soziales Netzwerk bzw. ein “Mikro-Blogging-Dienst”, auf dem registrierte Nutzer in aller Kürze (max 140 Zeichen) die Frage beantworten, was sie gerade tun. Twitter gibt es seit etwa zwei Jahren und es verbreitet sich mit rasender Geschwindigkeit. Twitter ist Interaktion pur. Je nach eigenem Vernetzungsgrad, der sich dadurch erhöht, dass man den so genannten “Tweets” andere Teilnehmer folgt, bzw. andere die eigenen Meldungen verfolgen, entsteht ein Strom von trivialen, interessanten oder amüsanten Kurzmeldungen, der immer neue Anlässe schafft, zu kommunizieren.

In Deutschland wird der Dienst gerade erst populär. So gibt es derzeit etwa 1000 Berliner Twitterati, jeweils 500 kommen aus Hamburg oder München (via). Die Potenziale dieses Dienstes sind in jedem Fall enorm (1, 2).
Aktuelles Beispiel ist ein (vermeintlicher) Twitter-Feed der Hamburger Morgenpost, der in der Twitterwelt auf sehr positive Resonanz gestoßen ist. Gestern zwitscherte es aus diesem Kanal: “Die Tagesplanung wurde geändert. Aus Berlin zieht ein Sturm auf, dessen Auswirkungen wir noch lange spüren werden.” Heute stellte sich dann heraus, dass es sich dabei nicht um eine Aktion der Morgenpost-Redaktion handelt. Wer hinter dem Twitter-Feed steckt, ist nur einigen Eingeweihten bekannt. Es sieht derzeit so aus, als ob die aktuellen Spannungen zwischen dem MOPO- Eigentümer und den Mitarbeitern der Redaktion Anlass für diese Aktion ist.
Damit wäre Twitter erstmals in Deutschland als subversives E-Partizipations-Instrument genutzt worden. Wir werden die weiteren Entwicklungen mit Spannung verfolgen.
P.S: Auch Bengt und ich zwitschern gelegentlich.
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Kommentar von Axel Wegner
2 10. April 2008, 16:46 Uhr |
Manchmal kann das ganze Getwittere auch ganz schön nerven. Siehe auch:
http://feeds.feedburner.com/~r/Techcrunch/~3/267744020/
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