Am 2. Mai 2007 war es nun endlich soweit. Unter dem Vorsitz des Architekten Jürgen Böge aus Hamburg hat das Auswahlgremium getagt und aus der Vielzahl der Bewerber nun die 10 Entwürfe von schwimmenden Häusern ausgewählt, die auf dem Eilbekkanal realisiert werden sollen.
Ein Protokoll der Sitzung liegt leider noch nicht vor, die Liste der erfolgreichen Bewerber steht aber schon auf der Seite www.hausboote-auf-dem-eilbekkanal.de zum Download (pdf) bereit.
Sämtliche Planungsentwürfe und Modelle der Projekte sind ab sofort im „Museum der Arbeit“ in Hamburg-Barmbek („Alte Fabrik“ 1. Obergeschoss), Wiesendamm 3, ausgestellt. Öffnungszeiten: täglich 9-17 Uhr, sonntags bis 18 Uhr, montags geschlossen.
Mit der jetzt ausgesprochenen Realisierungsempfehlung für den eingereichten Vorschlag wird den 10 Bewerbern ein Hausbootplatz auf dem Eilbekkanal in Aussicht gestellt.
Wie geht es jetzt weiter? Laut den Verfahrensanforderungen sind jetzt die zukünftigen Hausbootkapitäne am Zug. Neben der Verpflichtung die eingereichten Planunterlagen bei der Umsetzung genau einzuhalten, wurden seitens der Behörde Fristen gesetzt, die eine Blockade der Hausbootplätze vermeiden sollen.
- Spätestens sechs Monate nach der Auswahlentscheidung muss der Bewerber fähig sein, eine Einlage für die gemeinsame Erschließung von maximal 25.000 € zu zahlen.
- Spätestens 1 Jahr nach der Auswahlentscheidung muss der Bewerber die vollständigen Antragsunterlagen für die wasserrechtliche Genehmigung eingereicht haben.
- Der Hausbootplatz kann drei Jahre nach Auswahlentscheidung anderweitig vergeben werden, wenn der Platz bis dahin noch nicht mit dem aus dem Bewerbungsverfahren hervorgegangenen Lieger belegt wurde.
Kurzfristig steht also noch das einzelne Genehmigungsverfahren vor dem Festmachen des ersten Liegers. Da deutsche Behördenmühlen bekanntlich nicht so ganz schnell arbeiten, ist daher vorerst auch noch kein Termin für das erste Ankern abzusehen. Wir bleiben aber natürlich am Ball und berichten weiter über die Umsetzungen der Bürgerideen aus dem Diskurs zur „Wachsenden Stadt“.


